a little tale about 

an asana alchimist

named Alexandra 

Who ?

Nur für den Fall, dass Du das hier liest, weil Du so schnell und einfach wie möglich herausfinden willst, ob Du in meinem Yogaunterricht gut aufgehoben bist, lass mich Dir versichern: Keine Ahnung! ;) Komm einfach mal zu einer Probestunde vorbei. Und wenn wir beide Glück haben, springt der Funke! 

Ich unterrichte seit 2009 Yoga. 2016 schloss mein dreieinhalbjähriges  500h Advanced Yoga Teacher Training bei Ronald Steiner ab. Mein Yogaweg hat 2007 mit einer  Iyengar Yoga Stunde seinen Anfang genommen - ich erinnere mich noch heute, wie mir die Beine in jeder einzelnen Haltung vor Anstrengung zitterten. Doch so richtig ins Yogafieber bin ich gekommen, als ich ein Jahr später während meiner ersten Ashtanga Yoga Session auf meiner schweissgetränkten Matte ausrutschte: Liebe!

Ashtanga Yoga wurde meine Heimat, mein Wohlfühlplatz, Yoga-Methode erster Wahl - für etwa acht Jahre. Die Verwandlung war schleichend. Und hier beginnt nun die eigentliche Geschichte vom asana alchimist Alexandra.

 

Wer nur wissen wollte, ob ich eine qualifizierte Yogalehrerin bin und Erfahrung als solche mitbringe, kann nun getrost aufhören zu lesen: Ich bin ausgebildete Yogalehrerin mit jahrelanger Unterrichtserfahrung. Wer mehr über meine Yoga-Philosophie und mein Unterrichtskonzept erfahren möchte, ist eingeladen weiterzulesen. Ich bemühe mich, niemanden mit leeren Worten und schön klingenden Floskeln zu langweilen.

Asana Alchemist?!

Eine kurze Worterklärung vorab: Mit "asana" wird im Yoga eine Haltung oder Position beschrieben, ob man nun im Schneidersitz andächtig meditierend auf der Matte sitzt oder im Handstand balanciert, beides wird als "asana" bezeichnet. Gerne spricht der Yogi (der Yoga Praktizierende) auch von einer Asana-Praxis, was der Tatsache gerecht wird, dass Yoga aus mehr als "nur" Matten-Gymnastik besteht. Mindset, Lebensführung, Atmung und Meditation spielen im Yoga eine ebenso wichtige Rolle wie körperliche Betätigung. Der Mensch ist nun mal komplex! Physisches, Mentales und Spirituelles bilden eine Einheit - was dem Begriff Yoga schon ziemlich nahe kommt. Doch dazu später mehr.  

 

Kein Wunder, dass es heutzutage unzählige Definitionen von Yoga und damit einhergehend ein grosses Angebot variierender Yoga-Stile gibt (Vinyasa, Anusara, Kundalini, Bikram, Ashtanga, Yin usw., um nur einige davon zu nennen). Alle Stile, die den Zugang zum Yoga durch eine Asana-Praxis suchen, werden als Hatha Yoga bezeichnet. 

So viele Namen und Stile können für den Yoga-Einsteiger verwirrend sein. Warum nicht einfach Hatha-Yoga? Weil eine Hose nun mal auch nicht einfach eine Hose ist! Der eine hat lange Beine, der andere kurze, jemand ist dick oder dünn, Hanna mag enge Hosen, Diana schön luftige, Daniel braucht was Wetterfestes, Tim mag kurze Sommershorts... Mit den Farben fangen wir schon gar nicht erst an! Hosen tragen wir alle, aber Unterschiede gibt es allemal. Wie können wir also davon ausgehen, dass EIN Yoga-Weg für alle "sitzt"? Manchmal muss man ein paar Modelle ausprobieren, bis man das gefunden hat, was für einen am besten funktioniert. Und obwohl die meisten von uns zwei Beine besitzen, würde wohl niemand behaupten, dass wir alle DEN gleichen Körper haben, noch unsere Gehirne immer gleich ticken. - Ich bin überzeugt, dass Yoga für jeden - absolut ohne Ausnahme - das Richtige, ja Beste ist. Aber wie diese Yoga-Praxis schlussendlich aussieht, ist höchst individuell.

Darum stellt sich doch die Frage: Was ist denn Yoga eigentlich? Der Begriff stammt aus dem Sanskrit (Altindisch) und kann mit Einheit (Überwindung des dualistischen Zustands zwischen höherem/göttlichem Selbst und "Alltags"-/ unbewusstem Selbst) oder Balance übersetzt werden. Yoga ist also ein Zustand. Kein Tun, keine Praxis. Yoga kann man nicht "machen". Yoga ist das Ziel, wenn man so will. Erleuchtet ist, wer im Zustand des Yoga lebt. - Ich persönlich kenne keinen erleuchteten Yogi. Ist Yoga als Praxis also auch wieder nur ein falsches Versprechen?

Nein! Natürlich gibt es überall Scharlatane, Möchte-Gerns und "Poser", aber das Konzept einer "Yoga-Praxis" funktioniert und ist wichtig. Ob man dadurch tatsächlich zur Erleuchtung (samadhi, bodhi) kommt, bleibt der Hingabe des Individuums überlassen, aber dass man durch Yoga zu mehr Ausgeglichenheit, Zufriedenheit, Gesundheit und Selbst(er)kenntnis findet, das ist sicher. 

Und wer will das schon nicht?! ICH will ausgeglichen, zufrieden und gesund sein! ICH will mich als Mensch weiterentwickeln. Ich bin überzeugt, dass JEDER das will. Also wie sollte da Yoga nicht für jeden das Richtige sein? - Nun bleibt aber die Frage nach der "richtigen Yoga-Praxis". Was passt nun für mich, für dich? Und hier meine Antwort:

Es macht einfach Sinn, eine starke Asana-Praxis zur Grundlage zu haben. Für fast alle, Querschnittsgelähmte und Supersportler (die sozusagen schon eine Asana-Praxis haben) mal ausgenommen. Körperliches Wohlbefinden und Gesundheit sind keine Selbstverständlichkeit. Der moderne Wohlstandsmensch, also du und ich, weiss das nur zu gut. Wir BRAUCHEN Bewegung! Wir brauchen gute, gesunde, bewusste, ausgeglichene, abwechslungsreiche Bewegung. Wir müssen richtig atmen! Bewegen und atmen. An beidem besteht im Lebens- und Arbeitsalltag oft ein Mangel. Daher bringen uns Asanas und Pranayama (Atmung) dem Zustand der Balance sicher näher und bilden die Grundlage für alles weitere, wie Meditation, Selbstverwirklichung und Selbsterkenntnis. Asana-Praxis ist nicht nötig, weil sie in Bezug auf "Erleuchtung" oder Selbstverwirklichung der einzige Weg, vielleicht nicht einmal das Wichtigste ist, sondern weil der Körper und Geist zur Erhaltung seiner Gesundheit bewusste Bewegung braucht - ohne Ausnahme. Egal, wie fortgeschritten deine spirituelle Praxis sonst aussieht, Bewegung ist und bleibt Grundlage.

"Das ist aber kein Yoga!" Den Satz habe ich schon so oft gehört, meist vor Herablassung und Besserwissertum triefend. Dieses Verdikt wird gerne von selbsternannten "echten Yogis" verhängt. Ich rate, darauf nicht einzugehen. Jeder kann nur seinen eigenen Weg gehen, in seinem eigenen Tempo. Wer hat da schon das Recht zu urteilen! Und wie anstrengend ist es doch, "Recht haben" zu müssen. 

 

Ein Spagat kann für mich Yoga sein, so auch ein Handstand, ein Pull-Up, ein Rad, Joggen, der Lotussitz - alles, was eine körperliche Praxis zugrunde hat und mit Aufmerksamkeit, Neugierde, Sorgfalt und Umsicht, Disziplin, Freude und Hingabe ausgeführt wird und uns schliesslich zu mehr Harmonie in unserem körperlichen und spirituellen Dasein verhilft. Eine physische Praxis ist nie NUR physisch. Der Mensch bewegt sich immer als  komplexe Einheit. Wer sich körperlich bewegt, neu bewegt, anders bewegt, besser bewegt, der transformiert sich allmählich, aber unweigerlich auch auf mentaler und spiritueller Ebene. Natürlich spielt es eine Rolle, in welchem Bewusstsein man sich bewegt. Das ist wichtig!

 

Falls du dir nun Sorgen machen solltest, weil du den Spagat nicht beherrschst: Es geht nicht um den Spagat ;-) Und nur weil jemand im Spagat dasitzt, muss er der Erleuchtung noch lange nicht näher gekommen sein; genauso wenig wie wenn jemand chantend oder meditierend dasitzt.

Mit Iyengar Yoga hatte ich begonnen, Ashtanga Yoga habe ich geliebt, doch ironischerweise stellte ich nach Abschluss meiner Ausbildung zur Ashtanga-Yoga-Lehrerin fest, dass ich nach mehr Freiheit von Ansätzen und Konzepten suchte. Auch wenn jeder Mensch gleich ist, so sind wir doch alle anders. Das sollte sich auch in meiner Yoga-Praxis widerspiegeln. Mein Ziel ist es, in Bewegung zu bleiben, Neuem mit Neugierde zu begegnen und meinen eigenen Weg zu finden, um gesund und zufrieden zu leben. So ist auch meine Asana-Praxis und die Art, wie ich unterrichte. Ich möchte jeden, der zu mir kommt, dabei unterstützen, durch Asanas zu mehr Harmonie in sich selbst zu kommen, eine Balance herzustellen und sich selbst neu zu entdecken. Ich will dir helfen, deine eigene Asana-Praxis zu entwickeln, damit du dem Zustand des Yoga näher kommen kannst. Die Essenz der Asana-Praxis ist immer dieselbe, aber aussehen kann sie ganz verschieden.

 

Und deshalb bin ich ein Asana Alchemist! Keinem "Yoga-Stil" verschrieben, doch frei, Stile - ja selbst andere Bewegungstraditionen - in meine Praxis zu integrieren. Frei davon, Recht haben zu müssen. Ich bewege mich in dem Bewusstsein, dass jede Bewegung eine Erfahrung und eine Erkenntnis birgt. Der menschliche Körper ist zu so viel mehr fähig, als wir uns im Alltag vorzustellen wagen, als ich WIRKLICH weiss - nicht in Büchern gelesen, nicht von Lehrern erzählt, sondern aus eigener Erkenntnis, eigenem Tun weiss. Es gibt noch so viel zu lernen! Bewegung ist Transformation. Ein Alchemist verwandelt Stein zu Gold, sucht die Brücke zwischen Wissenschaft und Magie. Lass uns gemeinsam Asana Alchemisten sein!

Danke für dein Interesse,                  

Alexandra